13.05.2026

Weiße Zweinutzungshühner und ein Hahn mit rotem Kamm auf einer Wiese neben einem Holzzaun auf dem Geflügelhof Arnsdorf.
Mehrere Zweinutzungshühner stehen auf einer Wiese neben einem mobilen Stall vom Geflügelhof Arnsdorf.

‍Auf dem Geflügelhof Arnsdorf bei Penig setzen wir bewusst auf Zweinutzungshühner statt auf spezialisierte Hochleistungsrassen. Damit unterstützen wir eine nachhaltigere und verantwortungsvollere Geflügelhaltung in Sachsen und setzen ein Zeichen gegen die Probleme moderner Massentierhaltung.


‍Während in der industriellen Eierproduktion männliche Küken vieler Legehennenrassen wirtschaftlich als „nutzlos“ gelten, verfolgen Zweinutzungshühner einen anderen Ansatz: Die Hennen legen Eier und die Hähne werden ebenfalls artgerecht aufgezogen. Für uns gehören Tierwohl, Transparenz und regionale Landwirtschaft untrennbar zusammen.


‍Mit unseren Zweinutzungshühnern verbinden wir traditionelle Landwirtschaft mit bewusster Direktvermarktung und hochwertigen Freilandeiern direkt vom Bauernhof zwischen Chemnitz, Rochlitz und Leipzig.


‍Was sind Zweinutzungshühner?

‍Ein Zweinutzungshuhn ist keine Hochleistungsrasse für nur einen Zweck. Die Hennen legen Eier, während die Hähne langsam zu guten Fleischhühnern heranwachsen.


‍Bei modernen Legehybriden sieht das anders aus:

‍Diese Tiere wurden über viele Jahre darauf gezüchtet, möglichst viele Eier zu legen – oft über 300 Eier pro Jahr. Die männlichen Küken dieser Linien setzen jedoch kaum Fleisch an und sind für die Mast wirtschaftlich uninteressant. Genau deshalb wurden männliche Küken in vielen Systemen lange direkt nach dem Schlupf getötet.


‍Masthühner wiederum sind das andere Extrem. Sie wachsen extrem schnell und erreichen ihr Schlachtgewicht oft schon nach wenigen Wochen. Teilweise werden Masthähnchen bereits mit etwa 28 Tagen geschlachtet. Ihr gesamter Körper ist auf schnelles Wachstum ausgelegt.


‍Zweinutzungshühner wachsen deutlich langsamer. Sie legen weniger Eier als Legehybriden und setzen langsamer Fleisch an als klassische Masthühner. Dafür entsteht ein Tier, das nicht nur auf maximale Leistung in einem einzigen Bereich reduziert wurde.


‍Unser Weg auf dem Geflügelhof Arnsdorf


‍Auf unserem Hof beginnt alles mit den Elterntieren. Aus deren Eiern brüten wir Küken aus und ziehen sie anschließend gemeinsam auf – Hähne und Hennen zusammen.


‍Die Tiere wachsen in mobilen Ställen auf und haben Zugang zum Grünland. Sie entwickeln sich langsam und in ihrem eigenen Tempo. Erst mit etwa 18 bis 22 Wochen beginnen die jungen Hennen zu legen.


‍Ab diesem Zeitpunkt werden Hähne und Hennen getrennt. Die Hennen bleiben als Legehennen auf dem Hof, während die Hähne direkt bei uns geschlachtet werden.


‍Dieser langsame Weg macht einen großen Unterschied – besonders beim Fleisch.


‍Warum das Fleisch anders schmeckt


‍Wer einmal ein langsam gewachsenes Zweinutzungshuhn gegessen hat, bemerkt meist sofort den Unterschied. Das Fleisch ist fester, aromatischer und deutlich intensiver im Geschmack als das sehr zarte Fleisch vieler schnell gemästeter Hähnchen.


‍Die Tiere bewegen sich viel, wachsen langsamer und verbringen lange Zeit auf der Wiese. Genau das verändert die Fleischstruktur.


‍Viele ältere Menschen fühlen sich beim Geschmack an das Huhn von früher erinnert. Für manche ist das ungewohnt, weil industriell erzeugtes Geflügelfleisch heute oft sehr weich und mild ist.


‍Auch bei den Eiern hören wir von Kunden häufig ähnliche Rückmeldungen: kräftiger Geschmack, intensivere Dotterfarbe und ein „echterer“ Eigeschmack. Natürlich hängt Geschmack immer auch vom persönlichen Empfinden ab – aber die Unterschiede fallen vielen Menschen auf.


‍Was passiert mit den Legehennen?


‍Unsere Hennen bleiben etwa anderthalb bis zwei Jahre auf dem Hof. Gegen Ende der zweiten Legeperiode nimmt die Legeleistung deutlich ab.


‍Dann werden auch diese Tiere geschlachtet. Anders als junge Masthähnchen ergeben ältere Legehennen kräftige Suppenhühner mit viel Geschmack. Sie eignen sich besonders gut für Brühe, Frikassee oder Geflügelsalat.


‍Gerade für eine gute Hühnersuppe sind ältere Tiere oft deutlich besser geeignet als sehr junge Hähnchen. Die Brühe wird kräftiger und aromatischer.


‍Warum wir diesen Weg gehen


‍Zweinutzungshühner passen nicht in ein System, das auf maximale Effizienz ausgelegt ist. Sie wachsen langsamer, legen weniger Eier und brauchen mehr Zeit.


‍Für uns steht jedoch im Mittelpunkt, dass Hahn und Henne gemeinsam aufwachsen und beide genutzt werden. Wir möchten Tiere nicht ausschließlich auf Höchstleistung in einem einzigen Bereich reduzieren.


‍Deshalb haben wir uns bewusst für diesen Weg entschieden – auch wenn er mehr Arbeit bedeutet und vieles langsamer macht.


‍ Wer nachhaltige Landwirtschaft und regionale Direktvermarktung unterstützen möchte, findet in unserem Hofladen frische Freilandeier, Geflügelfleisch sowie weitere hofeigene Produkte direkt vom Geflügelhof Arnsdorf.


‍Häufige Fragen zu Zweinutzungshühnern


‍Was bedeutet Zweinutzungshuhn?


‍Zweinutzungshühner eignen sich sowohl zur Eierproduktion als auch zur Aufzucht der Hähne. Dadurch können weibliche und männliche Tiere sinnvoll genutzt werden.


‍Warum sind Zweinutzungshühner nachhaltiger?


‍Weil sowohl Hennen als auch Hähne aufgezogen werden und die Tiere meist robuster und natürlicher gehalten werden können. Dadurch entsteht eine verantwortungsvollere Form der Geflügelhaltung.


‍Legen Zweinutzungshühner weniger Eier?


‍Ja, meist legen Zweinutzungshühner weniger Eier als spezialisierte Hochleistungsrassen. Dafür stehen Tierwohl, Robustheit und Nachhaltigkeit stärker im Vordergrund.



‍Welche Vorteile haben Zweinutzungshühner?


‍Zweinutzungshühner verbinden Eierproduktion und Fleischgewinnung, fördern mehr Tierwohl und unterstützen eine nachhaltigere Landwirtschaft ohne extreme Leistungszucht.


‍Wo kann man Eier von Zweinutzungshühnern kaufen?


‍Auf dem Geflügelhof Arnsdorf erhalten Sie frische Freilandeier direkt vom Bauernhof in Sachsen – regional vermarktet und aus artgerechter Haltung.


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Mehrere gelbe Küken auf Stroh im Aufzuchtstall des Geflügelhof Artnsdorf.

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